Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offb 21,6 (L)

Monatsspruch September

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit,
auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt;
nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk,
das Gott tut, weder Anfang noch Ende.


Pred. 3, 11 (L)

Herrnhuter Losung von heute
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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Schwestern und Brüder,

Für viele liegt der Jahresurlaub wahrscheinlich schon hinter ihnen. Sogar für RuheständlerInnen ist der Abstand vom Alltag wichtig, um einmal Sehnsuchtsziele anzusteuern. Auch alle drei Monatssprüche von September bis November sprechen Sehnsüchte in uns an. Welch schönes Gotteswort: Er hat die Ewigkeit in ihr Herz gelegt. Manchmal spüren wir das deutlich: Beim Anblick überwältigender Naturschönheit, bei der Geburt eines Kindes, bei gelingender Vergebung, wenn wir uns ermutigt fühlen. Oft ist es allerdings so, dass Sorgen und Ärger des Alltags uns den Blick auf diese Ewigkeit verdecken. Aber schon das Wissen darum kann und soll uns immer wieder da herausholen. Auch dürfen wir wissen, dass unsere tiefsten Sehnsüchte und Bedürfnisse Gott bekannt sind. All mein Sehnen liegt vor dir. Wer einen Partner hat, wünscht sich das von seinem Partner. Oft ist man enttäuscht, dass ihm oder ihr das nicht so gelingt. Aber wenigstens Gott weiß, was ich brauche - auch
wenn ER nicht bereit ist alles zu erfüllen, was wir an Wünschen und Sehnsüchten in uns tragen. Denn ER hat uns seine eigenen Verheißungen und Ziele anzubieten. Das himmlische Jerusalem gehört zu diesen Hoffnungs- und Verheißungsbildern. Es ist vortrefflich auf der Decke der Hainsberger Hoffnungskirche nach der Beschreibung der Johannesoffenbarung dargestellt. Im Spruch vom Monat November dominiert aber nicht so sehr die Architektur als das Bild von der auf ihren Mann wartenden geschmückten Braut. Dazu animiert uns der oft regnerische Monat wenig. Da denken viele Menschen eher an das Vergehen des Lebens, an den Totentanz als an einen Hochzeitstanz. Gerade deshalb ist es aber so wichtig auf zentrale Aussagen unseres Glaubensbekenntnisses hinzuweisen. Sehr nüchtern ist da von der Auferstehung der Toten die Rede. Auch wenn wir zugegebenermaßen nicht viel Genaues dazu sagen können, so hält das Neue Testament doch so herrliche Bilder dafür bereit, wie das himmlische Jerusalem, die geschmückte Braut und das Hochzeitsfest. Was geschähe, wenn wir auch das wirklich in unseren Sehnsuchtskanon aufnehmen würden?

Eine gesegnete Zeit wünsche ich Ihnen auch im Namen der Mitarbeiter und des
Kirchenvorstandes.

Ihr Pfarrer Christoph Singer