Eine der schönsten unter den künstlerisch gestalteten Kirchen im Freitaler Raum

Anlässlich des 25-jährigen Regierungsjubiläums König Alberts von Sachsen wurde eine Stiftung zum Zweck des Erwerbs eines Areals zur Erbauung einer Kirche in Hainsberg gegründet. Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahl trennte sich Hainsberg kirchlich von der Gemeinde Somsdorf und bildete ab 1899 eine eigene Pfarrgemeinde. Schön gelegen, zwischen Wald und Ansiedlungen, wurde der Standort für die Hainsberger Kirche und den umgebenden Friedhof gefunden.

Im Jahr 1900 konnte bereits der Grundstein für die Kirche, mit deren Bau der Architekt Paul Reuter betraut wurde, gelegt und nur 16 Monate später die Kirchweihe gefeiert werden. Das Gebäude gilt als letzter großer Sakralbau des Plauenschen Grundes.

Der 58 m hohe Kirchturm im Neorenaissancestil (Achteck auf Viereck) ist ein Blickfang aus allen Richtungen, eingebettet in die herrliche Landschaft. Die Außenarchitektur von Kirche und Torhaus folgt dem neoromanischen Stil. Kunsthistorisch bedeutsam ist der im Geiste der Jahrhundertwende gestaltete Kircheninnenraum. Der an der Dresdner Kunstakademie tätige Malprofessor Otto Gußmann setzte eine völlig neue Lösung der Raumgestaltung um. Als 32-Jähriger begann er, die neuerbaute Kirche gleichsam als sein Jugendwerk mit monumentalen Wandmalereien, Ornamenten und Glasfenstergestaltungen zu versehen. Imposant ist das Gemälde vom „himmlischen Jerusalem" an der Kuppel.

In der Hainsberger Kirche gelang ein beispielgebendes Zusammenspiel zwischen Architektur und Raumgestaltung, welches den Eindruck eines aus einem Guss geschaffenen Gesamtkunstwerks hinterlässt. Eine ganze Reihe Dresdner Kirchenneubauten orientierten sich in den Jahren nach 1901 an dem von Gußmann gefundenen Modell.

Den Namen Hoffnungskirche erhielt das Gotteshaus erst im Jahr 1990 aufgrund der vielen biblischen Hoffnungsbilder.

Das Ehepaar Römer stiftete die ersten drei Bronzeglocken und die Orgel des Dresdner Hoforgelbauers Jehmlich.